Als Wilhelm Never 1952 in Rostock-Reutershagen die Türen öffnete, war das Mehl noch rationiert und der Vorteig eine Frage des Überlebens. Heute führen seine Enkelin Anke Henning und ihr Sohn Jonas Priebe den Betrieb — mit dem gleichen Steinbackofen, in dem schon der Großvater seine Krusten getrieben hat.
Unser Roggen kommt vom Hof Kaarßen bei Güstrow, das Wasser aus der Rostocker Leitung, das Salz aus Lüneburg. Kein Backmittel, keine Enzymmischung, keine Abkürzung. Ein Brot bei uns braucht zwischen 24 und 48 Stunden — weil Geschmack eine Frage von Zeit ist, nicht von Technik.
Wir verkaufen jeden Tag das, was passt. An manchen Tagen weniger Sorten, dafür frischer. Wenn das Landbrot um halb elf aus ist, ist es aus. Das ist kein Verkaufsargument, sondern ein Versprechen.